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	<title>Muslime &#8211; Salam  Plan</title>
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	<description>Journalismus gegen Hass</description>
	<lastBuildDate>Thu, 27 May 2021 10:17:56 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Muslime &#8211; Salam  Plan</title>
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		<title>Ein Imam und eine jüdische Theologin vom Mehrreligionenhaus das Berlin revolutioniert: „Dem Anderen zuzuhören ist ein wesentlicher Bestandteil für ein friedliches Miteinander“</title>
		<link>https://salamplan.com/de/wie-du/ein-imam-und-eine-judische-theologin-vom-mehrreligionenhaus-das-berlin-revolutioniert-dem-anderen-zuzuhoren-ist-ein-wesentlicher-bestandteil-fur-ein-friedliches-miteinander/20210527</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 May 2021 07:31:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie Du]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Esther Hirsch strahlt über das ganze Gesicht. Osman Örs vemittelt eine friedliche Ruhe. Sie ist Jüdin, er ist Muslim. Sie sind seit Jahren Arbeitskollegen in einem aussergewöhnlichen Friedensprojekt in Berlin: dem Bau eines Mehrreligionenhaus für die Begegnung unddas Einanderkennenlernen zwischen Personen verschiedener Weltanschaungen, auch nicht Gläubige. Osman Örs ist Imam und theologischer Referent des House of One, das Haus des Einen. Esther Hirsch, ist die jüdische theologische Referentin des Projektes, der diesen Donnerstag die Grundsteinlegung erlebt. Es erfüllt sich endlich der Traum der vor mehr als zehn Jahren im Kopf eines evangelischen Priesters namens Gregor Hohberg begann. Bundespräsident Wolfgang Schäuble und Berlin Bürgermeister Michael Müller sind zur speziellen Angelegenheit auch mit dabei. Jahrelang arbeiten schon christliche, muslimische und jüdische Menschen...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/wie-du/ein-imam-und-eine-judische-theologin-vom-mehrreligionenhaus-das-berlin-revolutioniert-dem-anderen-zuzuhoren-ist-ein-wesentlicher-bestandteil-fur-ein-friedliches-miteinander/20210527">Ein Imam und eine jüdische Theologin vom Mehrreligionenhaus das Berlin revolutioniert: „Dem Anderen zuzuhören ist ein wesentlicher Bestandteil für ein friedliches Miteinander“</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Esther Hirsch strahlt über das ganze Gesicht. Osman Örs vemittelt eine friedliche Ruhe. Sie ist Jüdin, er ist Muslim. Sie sind seit Jahren Arbeitskollegen in einem aussergewöhnlichen Friedensprojekt in <strong>Berlin</strong>: dem Bau eines Mehrreligionenhaus für die Begegnung unddas Einanderkennenlernen zwischen Personen verschiedener Weltanschaungen, auch nicht Gläubige.</p>



<span id="more-6783"></span>



<p><strong>Osman Örs</strong> ist Imam und theologischer Referent des <a href="https://salamplan.com/de/wie-du/drei-religionen-eine-gemeinde-auch-offen-fuer-atheisten-das-ist-die-naechste-revolution-in-berlin-house-of-one/20190518" target="_blank" rel="noreferrer noopener">House of One</a>, das Haus des Einen. <strong>Esther Hirsch</strong>, ist die jüdische theologische Referentin des Projektes, der diesen Donnerstag die Grundsteinlegung erlebt. Es erfüllt sich endlich der Traum der vor mehr als zehn Jahren im Kopf eines evangelischen Priesters namens <strong>Gregor Hohberg</strong> begann. Bundespräsident Wolfgang Schäuble und Berlin Bürgermeister Michael Müller sind zur speziellen Angelegenheit auch mit dabei.</p>



<p>Jahrelang arbeiten schon christliche, muslimische und jüdische Menschen zusammen in einem Projekt, der der Begegnung unter Menschen verschiedener Glauben dienen soll. <strong>Zuhören und „dem Anderen Raum zu schenken“</strong> sind der Schlüssel zum echten Kennenlernen, meinen sowohl Örs als auch Hirsch. Es ist auch der nötige Schritt um ein „friedliches Miteinander“ aufzubauen, wie der Imam es formuliert.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>House of One wird ein Mehrreligionenhaus im Zentrum Berlins sein, mit einer Kirche, einer Synagoge und einer Moschee plus einen vierten Raum zur Begegnung, der grösste und im Mittelpunkt des Baus</p></blockquote>



<p>Man hört die Glocken der Kirche neben Esther Hirschs Wohnung, als sie Örs im Dialog per Videoanruf für dieses Interview mit <a href="http://salamplan.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Salam Plan</a> trifft. Sie erzählt wie bereichernd sie es findet, die Stimmung der Gebete und Räumlichkeiten von den anderen Religionen als Gast mitzuerleben.</p>



<p>Das <a href="https://house-of-one.org/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">House of One</a> wird auf dem Petriplatz <strong>in der Nähe vom Roten Rathaus</strong> in den nächsten 4 bis 6 Jahren erbaut werden. Ein Mehrreligionenhaus, mit einer Kirche, einer Synagoge und einer Moschee plus einen vierten Raum zur Begegnung, der grösste und im Mittelpunkt des Baus. Alle unter einem selben Dach, in dem sich <strong>Muslime, Christen und Juden</strong> treffen und zusammenfeiern können, aber auch Platz haben werden um ihre eigene Gebete und Rituale durchzuführen. Ein Haus, <strong>wo auch andere Besucher willkommen heissen werden</strong>, seien sie gläubig oder nicht. Es geht darum sich kennenzulernen und zu teilen, um dadurch einen „konstruktiven Dialog“ und Zusammenleben miteinander aufbauen zu können.</p>



<p>Osman Örs und Esther Hirsch sind glücklich und aufgeregt endlich, nach mehr als zehn Jahren seitdem Gregor Hohberg auf die Idee kam, etwas „greifbares“ zu haben. <strong>„Zusammen, nebeneinander beten, in einem Haus füreinander da sein, und doch jeder in seiner eigenen Traditionen“</strong>, so beschreibt Hirsch den Traum dieses Projektes. </p>



<figure class="wp-block-gallery columns-1 is-cropped"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img loading="lazy" width="1024" height="683" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-1024x683.jpg" alt="" data-id="6787" data-full-url="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-scaled.jpg" data-link="https://salamplan.com/?attachment_id=6787" class="wp-image-6787" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-1024x683.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-768x512.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-1536x1024.jpg 1536w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2021/05/House-of-One-Kuehn-Malvezzi-House-of-One-Modellfoto-©-Michel-Koczy-Stiftung-House-of-One-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption"> House of OneHouse of One Projekt © Michel Koczy/ House of One</figcaption></figure></li></ul></figure>



<p><strong>Nach mehr als zehn Jahren beginnt der Bau des House of One endlich an. Was gefällt ihnen am Besten von diesem Friedensprojekt?</strong></p>



<p><strong>EH</strong>: Es ist ein Platz für Juden, Christen und Muslime, in dem jeder ein Raum haben wird. Aber wir haben ja vier Räume, das ist auch was uns so besonders macht und was unserem Gedanken und spirituellen Raum so erweitert. (So dass,) der vierte Raum nicht nur der Begegnung dient, sondern auch der Raum für die Gesellschaft, für andere Religionen, für -ganz wichtig- nicht religiöse Menschen ist, also dieser mittlerer Raum, der auch der grösste sein wird. Dass das unser Zentrum ist, dass das wirklich wie die Welt, wie die Gesellschaft ist. Da können wir uns Treffen und sind auf Augenhöhe, niemand steht über dem Anderen. Wir sind wirklich dort zu gleichen Teilen. In der Gesellschaft sind wir doch nicht zu gleichen Teilen vorhanden, prozentual, aber das ist ein Raum in dem jeder gleich viel zählt.</p>



<p>Es ist wirklich dieses Kennenlernen. Ich kann sehr viel lesen, ich kann auch an Meetings teilnehmen und es wird nie das Gleiche sein. Da kommen wir zurück auf das wirkliche Haus, warum ist es wichtig ein Haus zu haben: weil wir uns in der Realität kennenlernen müssen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Ein Begegnusraum für alle Religionen und nicht religiöse Menschen ist unser Zentrum. Da können wir uns Treffen und sind auf Augenhöhe, niemand steht über dem Anderen“</p><cite>Esther Hirsch, jüdische theologische Referentin des House of One</cite></blockquote>



<p><strong>OÖ:</strong> Mir gefällt es am Besten, dass ich im selben Haus tatsächlich Menschen jüdischen Glaubens, als auch christlichen Glaubens habe, und auch Menschen anderer Weltanschaungen haben werde. Dass wir tatsächlich so nah beieinander sein können, und gleichzeitig aber auch unseren eigenen Faden treu sein können und voneinander lernen können, in unmittelbarer Nachbarschaft.</p>



<p>Ich freue mich insbesondere auf die Erfahrungen die uns dann erwarten wenn das Haus steht. Wenn dann die religiöse Feiern und Gebete und Gottesdienste in seiner eigenen Tradition in den Räumen stattfinden und sich Menschen in dem ein-aus treffen werden und was uns da erwartet, das finde ich ganz spannend.</p>



<p><strong>EH</strong>: Ja, dann lade ich dich da zum Kaffeetrinken ein [sie lacht].</p>



<p><strong>OÖ</strong>: Ja, eben. Gern [er lächelt zurück].</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Als Muslim, weiss man, dass Judentum und Christentum als Buchreligionen auch im Islam erwähnt werden. Aber es ist ein sehr oberflächliches Wissen. Dass man sich ein tiefgründiges Wissen aneignen kann, das ist sehr, sehr bereichernd“.</p><cite>Osman Örs, Imam und theologischer Referent des House of One</cite></blockquote>



<p><strong>Was hat ihnen in all diesen Jahren Zusammenarbeit von den anderen Religionen überrascht? Und was haben sie gelernt?</strong></p>



<p><strong>OÖ:</strong> Überrascht bin ich eigentlich immer wieder wenn ich etwas näher im Detail erfahre, über die jüdische Glaubenswelt, und auch über die christliche Glaubenswelt. Denn, man weiss natürlich als Muslim, dass Judentum und Christentum als Buchreligionen auch im Islam erwähnt werden und auch diese Traditionen für uns auch an <a href="https://salamplan.com/en/islam-qa/jesus-in-the-quran-muslims-also-believe-he-was-sent-by-god-and-celebrate-he-was-born/20181224" target="_blank" rel="noreferrer noopener">besonderen Stellen</a> Wert haben, die wir schätzen. Aber gleichzeitig wissen wir, oder ich weiss relativ wenig darüber, es ist ein sehr oberflächliches Wissen. Dass man sich ein tiefgründiges Wissen aneignen kann, das ist sehr, sehr bereichernd.</p>



<p><strong>Können sie sich an eine Situation in diesen Jahren Zusammenarbeit erinnern wo sie dachten: ‚Oh, das wusste ich nicht‘ oder ‚Das mag ich besonders‘?</strong></p>



<p><strong>EH</strong>: Ich habe davon unglaublich viele Erlebnisse gehabt. Zum Beispiel, als wir uns sowohl mit Hinduisten als auch mit Buddisten unterhalten haben. Natürlich glaubt man diese Religionen zu kennen, man liest es in Zeitungen, ich habe buddistische Freunde&#8230; In dem Augenblick wo wir uns auseinandergesetzt haben, wir haben sie zu einem Gesprächsabend eingeladen, wir haben uns ganz viel angehört und ich habe gemerkt, dass ich gar keine Ahnung von ihrer Religion hatte. Was sie bewegt dort zu sein, wie sie denken, die Geschichte ihrer Religion&#8230; von Allem, nichts. Das ist so, wie Osman eben gesagt hat, so oberflächlich&#8230; Und das ist noch so nachvollziehbar, weil das sind ja Religionen noch weniger gibt hier in unserer Geselllschaft als Juden, aber das sind auch die die man glaubt so gut zu kennen.</p>



<p>Ich überrasche mich da immer selber, dass ich Dinge höre, aus dem Islam oder Christentum, von denen ich nicht die geringste Ahnung hatte. Ich war [letzten Sonntag als Gast] im Pfingstgottesdienst und Imam Kadir Sanci [einer der Initiatoren des House of One] hat aus dem Koran gelesen, und ich dachte: „Das ist meine Geschichte“. Er hat vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten aus dem Koran erzählt, und das war so geschrieben, dass das hätte bei uns sein können. Dass der Koran von so vielen Völkern Geschichten wiedergibt, die mir völlig vertraut sind, das gibt einen völlig anderen Zugang zu einer anderen Religion. Da weiss ich: „Die kennen mich ja“ (sie lächelt). Das ist doch unglaublich. Das habe ich nicht gewusst, dass es wirklich so genau geschrieben steht wie ich es auch kenne.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Ich überrasche mich da immer selber, dass ich Dinge höre, aus dem Islam oder Christentum, von denen ich nicht die geringste Ahnung hatte. Ich war im Gottesdienst zu Gast und es wurde aus dem Koran gelesen, vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Das war so geschrieben, dass das hätte bei uns sein können“</p><cite>Esther Hirsch</cite></blockquote>



<p><strong>OÖ</strong>: Was mich immer besonders überrascht, ist wenn ich einen jüdischen Gottesdienst mal horche, dabei bin als Gast, und dann über die jeweilige Texte schaue und dann erkennt man tatsächlich wie sehr eben die Gottesvorstellung, die Gotteswahrnehmung als auch der Lobpreis Gottes&#8230; wie sehr sich da Dinge tatsächlich überschneiden, es Parallelen gibt, Gemeinsamkeiten. Auch wenn Gott jetzt als Name, zum Beispiel, anders ausgesprochen wird, in der jüdischen Tradition, bei uns in der islamischen Tradition. Aber der Lobpreis gilt dem Einen, und die Ehre gilt dem Einen. Ich finde es ganz bereichernd wirklich zu sehen wie das auch ausgedrückt wird in der jüdischen Tradition. Dieser Ausdruck könnte genauso gut aus der islamischen Tradition kommen, könnte auch in meinem Gottesdienst quasi stattfinden und er würde seine Berechtigung haben.</p>



<p><strong>Sie weisen beiden auf das Zuhören hin. Fehlt das vielleicht normalerweise in unserer Gesellschaft?</strong></p>



<p><strong>EH:</strong> Absolut. Und ich muss sagen, ich muss mich gleich miteingemeinden. Ich bin in vielen Teilen meines Lebens völlig ignorant durch die Welt gelaufen. Das Tolle ist wenn man irgendwann die Erkenntnis hat und merkt, dass man viele Dinge verpasst hat. Dass man immer wieder an sich arbeitet und merkt wie schnell man ein Vorurteil gefasst hat. Das muss gar nicht so negativ sein, sondern ein Vorurteil, dass ich glaube den Anderen zu kennen, sein Gebet zu kennen, seine Welt zu kennen, obwohl ich mich gar nicht intensiv damit beschäftigt habe. Dass man immer wieder bereit ist diesen Schritt zu tun, die Welt des Anderen sich zuzuhören. Ob man es gut findet oder nicht, das bleibt einem immernoch überlassen. Aber das auf einfach schon mal auf sich wirken zu lassen, und das so neben sich zu stellen. Ich muss es nicht annehmen, aber akzeptieren dass es da ist.</p>



<p><strong>OÖ:</strong> Ich glaube auch, das Zuhören ist ein wesentlicher Bestandteil für ein friedliches Miteinander. Das gehört zu einem konstruktivem Dialog, das man einander zuhört, einander sieht und sich begegnet, und sich unser Wissen darauf gründet. Und nicht einfach leere Informationen oder Informationsschnipsel sind mit denen sich unsere Bilder dann in den Köpfen festigen.</p>



<p>Man kann nicht das eigene Bild über dem Anderen einfach dadurch bilden in dem man ganz oberflächlich sich Informationen aneignet. Da ruhen auch normalerweise gewisse Vorurteile oder verzerrte Bilder in unseren Köpfen, und ich glaube die kann man nur tatsächlich zerbrechen in dem man dem Anderen zuhört, das man in Gespräch kommt und man auch der Stimme des Anderen Raum gibt. Das ist entscheidend. Die Architektur des House of One spiegelt das auch wieder. Letztenendes, gilt es da den Raum dem Anderen zu geben. Und zu diesem Raumgeben gehört aber auch Gehör schenken, aneinander sehen, nicht <em>übersehen</em>. Nicht von oben oder auch nicht herabblickend, sondern auf Augenhöhe begegnen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large"><p>„Wir sollten nicht einen blinden Hass folgen, oder aus Hass quasi blind werden vor dem Menschen der uns gegenüber steht“</p><cite>Osman Örs</cite></blockquote>



<p><strong>Die Grundsteinlegung vom House of One kommt gerade nachdem der Nahost Konflikt erneut aufflammte, was in Europa gleichzeitig zu <a href="https://salamplan.com/en/like-u/john-bell-former-mediator-in-the-israeli-palestinian-conflict-there-is-a-kind-of-hijack-of-religion/20210523" target="_blank" rel="noreferrer noopener">steigende antisemitische und antimuslimische Konfrontation</a> führte. Welche Botschaft würden sie gerne für ein friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen vermitteln?</strong></p>



<p><strong>EH</strong>: Das ist schwierig das von da auf hier zu vermitteln, denn was mir ja auch so leidtut -abgesehn davon, dass ich keine Lösung des Nahostkonflikts parat habe-, wie sehr sich das hier auf unser Zusammenleben auswirkt. Es ist schön wenn die Menschen dazu eine Meinung haben und bereit sind ihre Meinung immer wieder zu ändern, wenn man neue Erkenntnisse hat, auch zu politischen Themen. Aber wenn wir das nicht unmittelbar hier auf uns übertragen würden&#8230;</p>



<p>Denn, wenn wir hier zusammen leben, als Juden, Muslime, Christen, und die vielen anderen Religionen und Sekularen, haben wir nicht die Probleme die sich im Nahostkonflikt abspielen. Wir sollten zuerst mal auf uns zukommen, und dann können wir uns gerne über die Probleme im nahen Osten unterhalten. Und da werden wir wahrscheinlich auch ganz verschiedene Meinungen haben, nicht nur Juden und Muslime, sondern innerhalb der Juden auch und innerhalb der Muslime auch. Aber dann kann man sich ein Problem nähern. Aber nicht das als unser Problem antizipieren, wir haben genug eigene. Nicht blind sein für die Anderen, aber trotzdem es nicht als unseres annehmen.</p>



<p><strong>OÖ</strong>: Wir sollten nicht einen blinden Hass folgen, oder aus Hass quasi blind werden vor dem Menschen der uns gegenüber steht. Wir alle tragen, egal wo wir leben, die Verantwortung für ein friedliches Miteinander. Und in erster Linie, wir Menschen die hier miteinander leben. Konflikte die ganz weit weg sind, hier herein zu tragen ist auch nicht wirklich ratsam. Erst Recht darf, meines Erachtens, nicht Hass daraus entstehen und Antisemitismus entstehen. Wenn wir ein Vorbild sein können hier vor Ort, dann kann dieses Vorbild des friedlichen Miteinanders auch woanders hinstrahlen, auch in den nahen Osten und überall hin.</p>



<p><em>Das Crowdfunding des House of One steht weiterhin <a href="https://house-of-one.org/de/spenden" target="_blank" rel="noreferrer noopener">offen</a>. Es werden noch 8 Millionen Euro benötigt um den Bau vervollständigen zu können.</em></p>



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		<item>
		<title>Bombendrohungen gegen deutsche Moscheen</title>
		<link>https://salamplan.com/de/terrorismus/bombendrohungen-gegen-deutsche-moscheen/20190711</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jul 2019 10:16:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bertelsmann Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Hasskriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentralrat der Muslime in Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mindestens vier Moscheen haben in nur zwei Tagen Bombendrohungen per E-Mail erhalten. Alle Drohungen stellten sich als falsch heraus. Es ist nicht das erste Mal, und der Zentralrat der Muslime in Deutschland warnt, dies sei nur &#8222;die Spitze des Eisbergs&#8220;. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook ! Mehr Inhalte auf Englisch und Spanisch&#60;&#60;&#60; Die erste bekanntgemachte Bombendrohung ging am Dienstag ein. Es passierte in der größten Moschee Deutschlands, in Köln. Der Tempel wurde geräumt, nachdem die drohende E-Mail erhalten wurde. Polizei und Spürhunde durchsuchten die Moschee und sperrten die umringende Strassen auf der Suche nach einem Sprengstoff ab, fanden aber nichts. Am Donnerstag waren die Sicherheitskräfte erneut in zwei Moscheen in München und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mindestens vier Moscheen haben in nur zwei Tagen Bombendrohungen per E-Mail erhalten. Alle Drohungen stellten sich als falsch heraus. Es ist nicht das erste Mal, und der Zentralrat der Muslime in Deutschland warnt, dies sei nur &#8222;die Spitze des Eisbergs&#8220;.<span id="more-4365"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> ! Mehr Inhalte auf Englisch und Spanisch&lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p>Die erste bekanntgemachte Bombendrohung ging am Dienstag ein. Es passierte <strong>in der größten Moschee Deutschlands, in Köln</strong>. Der Tempel wurde geräumt, nachdem die drohende E-Mail erhalten wurde. Polizei und Spürhunde durchsuchten die Moschee und sperrten die umringende Strassen auf der Suche nach einem Sprengstoff ab, fanden aber nichts.</p>
<p>Am Donnerstag waren die Sicherheitskräfte erneut in zwei Moscheen in <strong>München</strong> und eine weitere im saarländischen <strong>Iserlohn</strong> im Einsatz. Dort hatte man auch die Bombendrohungen per E-Mail erhalten. In diesen Fällen wurde ebenfalls nichts gefunden.</p>
<p>Die Post zu den beiden Münchener Tempeln war identisch, nach Angaben der Polizei. Derzeit überprüft der Bundesschutz den möglichen Zusammenhang zwischen <strong>E-Mails</strong> gegen die verschiedenen Moscheen und deren Autor oder Autoren.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Weitere Moscheen bedroht</span></h2>
<p>Der <strong>Zentralrat der Muslime (ZMD)</strong> zeigte sich wegen diesen „erneuten” Bombendrohungen „zutiefst besorgt&#8220;. Der ZMD informierte, dass es mehr Moscheen und auch Mitglieder des Rates gibt bedroht wurden und die Sicherheitsbehörden darüber alarmiert worden sind. Diese Drohungen seien aber „aus ermittlungstaktischen Gründen” nicht öffentlich.</p>
<p><strong>„Dies ist eine neue Dimension der militant-extremistischen Muslimfeindlichkeit”</strong>, sagte der Präsident des Zentralrats der Muslime, <strong>Aiman A. Mazyek</strong>. Er dankte der Polizei für ihre „schnelle” Reaktion und forderte die Politiker auf „durch Solidarität den Zusammenhalt unserer Gesellschaft entschieden zu stützen”.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Jeder Zweite sieht den Islam als Bedrohung</span></h2>
<p>Eine am Donnerstag veröffentlichte <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2019/juli/religioese-toleranz-weit-verbreitet-aber-der-islam-wird-nicht-einbezogen/">Studie</a></span> der <strong>Bertelsmann Stiftung</strong> ergab, dass jeder Zweite in Deutschland den Islam als Bedrohung empfindet und nur ein Drittel glaubt, dass er die Gesellschaft bereichert, während die meisten Befragten andere Religionen -Christentum und Judentum, Buddhismus oder Hinduismus- doch als Bereicherung betrachten.</p>
<p>Trotzdem stellt die Studie fest, dass diese Daten nicht unbedingt eine weit verbreitete Islamfeindlichkeit widerspiegeln, sondern vielmehr eine große <strong>„Skepsis”</strong> gegenüber dem Islam, so die Leiterin der Studie, <strong>Yasemin El-Menouar</strong>. „Offenbar sehen viele Menschen den Islam derzeit weniger als Religion, sondern vor allem als politische Ideologie an und nehmen ihn deswegen von der religiösen Toleranz aus”, argumentiert sie.</p>
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<div role="label">Sie erklärt, dass viele der Befragten, die den Islam als Bedrohung betrachten, ihre &#8222;Vorbehalte&#8220; gegenüber der muslimischen Religion gezeigt haben, „leiten daraus aber keine politischen Forderungen oder antidemokratische Sichtweisen ab”. Die Studie behauptet so, dass eigentlich <strong>13% der Befragten „deutlich islamfeindliche Sicht” zeigen</strong>, eine niedrigere Anzahl als nur zwei Jahre davor, als es 20% waren.</div>
<div role="label"></div>
<div role="label">Was die<strong> vom Bundesinnenministerium als islamfeinliche registrierten Straftaten</strong> betrifft, so stiegen diese von 1.075 Straftaten im Jahre 2017 auf <strong>910 im Jahr 2018</strong> runter, obwohl rassistische Delikte -bei denen es nach Meinung internationaler OSZE-Experten auch islamophobische Straftaten geben könnte- auf das gleiche Niveau wie Antisemitismus gestiegen sind.</div>
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		<title>Marwa El Sherbini, 10 Jahre seit dem ersten islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/marwa-sherbini-10-jahre-seit-dem-ersten-islamfeindlich-motivierten-mordes-in-deutschland/20190701</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2019 21:41:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Christchurch]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Dresden]]></category>
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		<category><![CDATA[Hasskriminalität]]></category>
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		<category><![CDATA[Mevlüde Genç]]></category>
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		<category><![CDATA[Zentralrat der Muslime in Deutschland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marwa El Sherbini war eine 32-jährige Apothekerin in Dresden, die am 1. Juli 2009 ermordet wurde als sie vor Gericht trat um als Zeugin gegen einem Angeklagten auszusagen, der sie beschimpft hatte weil sie einen muslimischen Koptuch trug. Er wiederholte diese schriftlich vor dem Amstrichter und stach sie 18 Mal zu Tode. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf Twitter und Facebook &#60;&#60;&#60; Der Morderer tat dies vor dem Richter selber in den Räumigkeiten des Landesgerichts Dresden, wo auch ihr Mann und ihr damals drei-jähriger Sohn anwesend waren. Sie war im dritten Monat einer neuen Schwangerschaft. Das Landgericht beurteilte ihn zu lebenslanger Haft wegen ein fremdenfeindliches -sie kam aus Ägypten- und islamophobisches Mordes. Seit dem, gilt sie...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/marwa-sherbini-10-jahre-seit-dem-ersten-islamfeindlich-motivierten-mordes-in-deutschland/20190701">Marwa El Sherbini, 10 Jahre seit dem ersten islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Marwa El Sherbini</strong> war eine 32-jährige Apothekerin in Dresden, die am <strong>1. Juli 2009</strong> ermordet wurde als sie vor Gericht trat um als Zeugin gegen einem Angeklagten auszusagen, der sie beschimpft hatte weil sie einen muslimischen Koptuch trug. Er wiederholte diese schriftlich vor dem Amstrichter und <strong>stach sie 18 Mal zu Tode.</strong><span id="more-4255"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p><strong>Der Morderer tat dies vor dem Richter</strong> selber in den Räumigkeiten des Landesgerichts Dresden, wo auch ihr Mann und ihr damals drei-jähriger Sohn anwesend waren. Sie war im dritten Monat einer neuen Schwangerschaft. Das Landgericht beurteilte ihn zu lebenslanger Haft wegen ein fremdenfeindliches -sie kam aus Ägypten- und islamophobisches Mordes. Seit dem, gilt sie als erstes <span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Opfer eines klar islamfeindlich motivierten Mordes in Deutschland und deswegen ist der 1. Juli der <strong>Tag gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit</strong> bundesweit.</span></p>
<p>Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) vergibt erstmals anlässlich des 10. Jahrestags des islamfeindlichen Mordes an Marwa El-Sherbini den „Internationalen <strong>Marwa El-Sherbini-Preis</strong> für Zivilcourage“ an zwei Akteuren, <strong>Mevlüde Genç aus Deutschland und Farid Ahmed aus Neuseeland</strong>. „Den PreisträgerInnen [ist] nicht nur gemeinsam , dass sie durch antimuslimischen Rassismus und Hass ihnen geliebte Menschen verloren haben, sondern vor allem, dass sie diesem Rassismus und Hass mit Versöhnung und Zusammenhalt in ihren jeweiligen Gesellschaften geantwortet haben“, hat der ZMD in einer Pressemitteilung hervogehoben.</p>
<p>Die damals 50-Jährige <strong>Mevlüde Genç</strong> verlor zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte bei einem Brandanschlag am 29. Mai 1993 auf ihr Haus in <strong>Solingen</strong>. Es stellte sich heraus, die Täter hatten Verbindungen mit der rechtsextremen Szene. Die deutsche Familie aus türkischer Herkunft war muslimisch, und die Morde werden deswegen auch heutzutage von mehreren Akteuren für islamfeindlich gehalten.</p>
<p>Die Frau von <strong>Farid Ahmed</strong> wurde beim Terroranschlag in <strong>Christchurch (Neuseeland)</strong> am 15. März dieses Jahres ermordet, neben anderen 50 Personen. Sie hatte geholfen Frauen und Kinder in Sicherheit ausserhalb der attackierten Moschee zu bringen und wurde erschossen als sie zurückging um ihren Mann, im Rollstuhl, zu helfen. „Ich vergebe den Mörder meiner Frau. Ich wünschte, ich könnte ihn umarmen“, waren <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/en/terrorism/new-zealand-attack-survivor-i-forgive-the-person-who-killed-my-wife-i-wish-i-could-give-him-hug/20190318">seine Worte</a></span> danach.</p>
<p>Im Jahre 2018 gab es <strong>910 islamfeindliche Straftaten in Deutschland</strong>, die offiziell als solche vom Bundesministerium des Innern unter den <a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2019/pmk-2018-hasskriminalitaet.pdf;jsessionid=EDE173FE24A0F4A20D69CCB6F6E039C4.1_cid373?__blob=publicationFile&amp;v=3"><span style="color: #0000ff;">Daten der Hasskriminalität</span></a> registriert wurden. „<span class="css-901oao css-16my406 r-1qd0xha r-ad9z0x r-bcqeeo r-qvutc0">Wir sind EINE Gesellschaft &amp; zu uns gehören rund fünf Millionen Menschen muslimischen Glaubens“, sagte an diesem 1. Juli die Regierungsabteilung für Integration im <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/IntegrationBund/status/1145655071381905408">Twitter</a></span>. </span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a></span> und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span> &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
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		<title>Drei Religionen, eine Gemeinde (auch offen für Atheisten): das ist die nächste Revolution in Berlin</title>
		<link>https://salamplan.com/de/wie-du/drei-religionen-eine-gemeinde-auch-offen-fuer-atheisten-das-ist-die-naechste-revolution-in-berlin-house-of-one/20190518</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 May 2019 07:57:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie Du]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kristin Bohner ist eine christliche Person und gibt zu etwas neidisch darauf zu sein, wenn sie sieht, dass Muslime auf einem Teppich beten, ohne eine Bank zu brauchen. Cagatay Caliskan ist Muslim und bewundert den Reichtum an Traditionen, die Juden haben. Esther Hirsch ist Jüdin und erkennt an, dass sie nicht alles wusste, was Juden und Muslime gemeinsam hatten. Auch Christen kannte sie nicht so gut wie sie dachte. Alle drei leben in Berlin. Sie sind Teil des Teams, das an der Errichtung eines einmaligen interreligiösen Tempel arbeitet. Dort werden die drei Religionen und alle anderen, die daran teilnehmen möchten, Platz haben. Atheisten oder Agnostiker wird man auch willkommen heißen. Die Türen von „House of One“ stehen jedem offen. &#62;&#62;&#62;...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kristin Bohner</strong> ist eine christliche Person und gibt zu etwas neidisch darauf zu sein, wenn sie sieht, dass Muslime auf einem Teppich beten, ohne eine Bank zu brauchen. <strong>Cagatay Caliskan</strong> ist Muslim und bewundert den Reichtum an Traditionen, die Juden haben. <strong>Esther Hirsch</strong> ist Jüdin und erkennt an, dass sie nicht alles wusste, was Juden und Muslime gemeinsam hatten. Auch Christen kannte sie nicht so gut wie sie dachte.</p>
<p>Alle drei leben in Berlin. Sie sind Teil des Teams, das an der Errichtung eines einmaligen interreligiösen <em>Tempel</em> arbeitet. Dort werden die drei Religionen und alle anderen, die daran teilnehmen möchten, Platz haben. Atheisten oder Agnostiker wird man auch willkommen heißen. Die Türen von „<strong>House of One</strong>“ stehen jedem offen.<span id="more-4045"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><em><span style="color: #008000;">&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a> </span>und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a> </span>&lt;&lt;&lt;</span></em></h4>
<p>„Jedes Mal, wenn ich in der Kirche bin, denke ich: ‚Ich möcht‘ wieder in die Moschee‘, weil ich Kirchenbänke gar nicht mag. Ich finde es einfach total schön, auf einem Teppich zu sitzen oder auch zu liegen. Ich bin auch schon in Moscheen gegangen und hab‘ mich einfach ausgeruht, und in der Kirche finde ich, dass ist oft kalt“, erklärt Bohner, aus dem Team <strong>Pädagogik und Bildung</strong> der House of One Foundation.</p>
<p>Ihr Teamkollege Caliskan erzählt: „Ich beschäftige mich jetzt ein bisschen als Laie mit dem Unterschied zwischen jüdischen Strömungen und Traditionen, und je mehr man da gräbt, desto mehr kommt da raus. Ich werde für mich eine Skizze herstellen lassen, damit ich da ein Überblick gewinne, aber dieser Reichtum an Traditionen, der überwältigt mich einfach“.</p>
<blockquote>
<h4><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Natürlich ist es eine andere Religion und eine andere Tradition, aber ich verstehe es sehr gut und fühle mich sehr nah&#8220;</em> </span></h4>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Esther Hirsch</span></p>
</blockquote>
<p>Hirsch, eine der <strong>Theologen</strong> verantwortlich für das Projekt, gibt zu: „Ich finde sehr, sehr viel vom Judentum im Islam wieder, von den Gedanken, von der Art der Gebete… Natürlich ist es eine andere Religion und eine andere Tradition, aber ich kann es sehr gut nachvollziehen und es ist mir sehr nahe“. Sie fügt hinzu: „Und über bei den Christen war ich überrascht, weil ich dachte, ich kenne sie sehr gut, weil ich hier in Deutschland lebe und es gibt mehr Christen als alle anderen. Aber auch sie habe ich erst durch das Gespräch mit anderen erst richtig kennengelernt (&#8230;). Und ich finde es sehr schön, die Art wie eine Gemeinschaft gestaltet wird (&#8230;), dass es sehr viel darum geht so viel zusammen zu unternehmen; (&#8230;) gar nicht so sehr um das Theologische&#8220;.</p>
<p><div id="attachment_4047" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4047" loading="lazy" class="wp-image-4047 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-Baustelle-Plakat-0-2-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-Baustelle-Plakat-0-2-1024x681.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-Baustelle-Plakat-0-2-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-Baustelle-Plakat-0-2-768x511.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-Baustelle-Plakat-0-2.jpg 1733w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4047" class="wp-caption-text">Der Grundstein für House of One wird im April 2020 auf dem Petriplatz in Berlin gelegt. © Salam Plan</p></div></p>
<h2><span style="color: #008000;">Eine Synagoge, eine Moschee und eine Kirche unter einem Dach</span></h2>
<p>Im House of One wird es eine Synagoge, eine Moschee und eine Kirche unter einem Dach geben, allerdings in verschiedenen Räumen. Sie werden durch einen zentralen Saal verbunden sein, für gemeinsame Feiern, Gebete, Ausstellungen, Konzerte und -vor allem- um <strong>Ideen auszutauschen und sich besser kennenzulernen</strong>. Es wird auch Platz für ein Café, eine Bibliothek, Konferenzräume &#8230; geben.</p>
<p>Ein <strong>42 Meter hoher Turm</strong> wird den Besuchern -trotz seiner diskreten Höhe- ermöglichen einen Panoramablick auf die Berliner Innenstadt zu haben. Und wenn sich die Pläne nicht ändern, werden sie sogar jeden Tempel von oben aus betrachten können, da die Decken so verglast werden, dass das natürliche Licht die Räume von dort aus vollständig ausleuchten wird.</p>
<p>„<strong>Das Licht</strong> ist etwas was alle drei Religionen verbindet, aber die Sammlung auch, ein Sammlungsraum. Das sich die einzelnen Gemeinden treffen können, aber dass man auch in der Mitte einen Raum der Versammlung hat“, erklärt Bohner. „Wichtig ist, dass von aussen nicht erkennbar ist ‚ ‚ist das eine Moschee? , eine Kirche? oder eine Synagoge?‘, und man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann: dem Anderen Wege zu öffnen“, fügt Caliskan hinzu. Ein weiterer wichtiger Teil des Architekturaspekts ist, dass jeder sakrale Raum für Besucher anderer Glauben oder auch jene ohne Glaube offen steht, sagt Hirsch.</p>
<blockquote>
<h4 style="text-align: left;"><span style="color: #008000;"><em>„Wichtig ist, dass von aussen nicht erkennbar ist ‚ ‚ist das eine Moschee? , eine Kirche? oder eine Synagoge?‘, und man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann: dem Anderen Wege zu öffnen“</em></span></h4>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Cagatay Caliskan</span></p>
</blockquote>
<p>Das Projekt wird <strong>bis ins kleinste Detail</strong> des Gebäudes geplant. Innerhalb jeder der erwähnten Religionen gibt es unterschiedliche Strömungen oder Denkrichtungen, und es darf nichts ungelöst bleiben, damit sich jeder im House of One wie zu Hause fühlen kann.</p>
<p>So muss beispielsweise der <em>Mizbeaj</em> (Altar) der Synagoge beweglich sein, da er für Juden in dem einen oder einen anderen Ort des Raumes sein soll, je nach dem zu welchen Zweig des Judentums sie gehören. In einigen Fällen feiern sie das Gebet mit dem Altar in der Mitte; bei anderen brauchen sie weiter vorne, in der Nähe von der Wand&#8230; Ein anderes Beispiel findet man auch bei Juden und Muslimen: in beiden Fällen bevorzugen manche das Gebet ohne Trennung zwischen den Geschlechtern und andere brauchen getrennte Stockwerke. Bei den Christen, meiden die Protestanten religiöse Bilder und Dekoration in den Kirchen, während Katholiken es bevorzugen, ihren Glauben davon begleitet zu feiern.</p>
<p>Es gibt so viele Details zu bedenken, dass <strong>immer wieder neue Ideen oder Verbesserungen auftauchen</strong>. Tatsächlich wurde erst kürzlich entschieden, dass das Gebäude keine Seitenfenster haben würde, wie man am Plakat der Baustelle noch erkennen kann, sondern dass das gesamte natürliche Licht von oben einfallen würde. Die letzte architektonische Änderung war ein unabhängiger Zugang für das Frauengebet in die Moschee, da es Menschen innerhalb der muslimischen Gemeinschaft, gibt denen es so lieber ist, erklärt Caliskan.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><div id="attachment_4048" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4048" loading="lazy" class="wp-image-4048 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-collage-2-1024x512.jpg" alt="" width="1024" height="512" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-collage-2-1024x512.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-collage-2-300x150.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-collage-2-768x384.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-collage-2.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4048" class="wp-caption-text">So wird House of One von innen aussehen. © KuehnMalvezzi</p></div></p>
<h2><span style="color: #008000;">Jeder soll sich wohl fühlen, jede Option wird respektiert</span></h2>
<p>Jede Option wird respektiert. Und es ist nicht leicht, das in einem Gebäude zu reflektieren. Das <strong>KuehnMalvezzi Studio</strong>, das die Ausschreibung für den Bau gewonnen hat, arbeitet Hand in Hand mit Vertretern der <strong>interreligiösen Stiftung</strong>, damit ihnen nichts entgeht. Und sie haben keine andere Wahl, als das Gebäude häufig neu zu planen oder Aspekte hinzuzufügen, die zuvor nicht berücksichtigt wurden.</p>
<p><strong>Der Grundstein wird erst im April 2020</strong> gelegt, aber das Baugrundstück wurde bereits vor mehr als zehn Jahren vom Land Berlin zur Verfügung gestellt. Es ist nicht nur einer der vielen Grundstücke, die im Herzen der Stadt frei bleiben, die sich architektonisch immer noch von der Nachkriegszeit und dem Mauerfall erholt.</p>
<p>Jetzt können Sie auf dem <strong>Petriplatz, ganz in der Nähe des Fernsehturms</strong> der Stadt, die Fundamente einer von der <strong>DDR</strong> zerstörten Kirche sehen, auf denen das kommunistische Regime einen Parkplatz errichtete. Die kleine Ruine, die unter der Erde versteckt war, gehört zum x-ten Wiederaufbau der ersten Kirche, die <strong>in den historischen Dokumenten Berlins</strong> zum Zeitpunkt der Geburt der Stadt im Mittelalter auftauchte. Als die Landverwaltung diese Fundamente fand, fragte sie die nahe liegende Sankt Marin-Sankt Petri Gemeinde, was sie mit diesem Ort anfangen wolle, da er in der Vergangenheit doch der Kirche gehört hatte.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„Eigentlich haben wir genug Kirchen. Wir wollen etwas Neues machen. Die soziale Struktur Berlins hat sich stark verändert: Wir müssen andere Religionen einbeziehen“</span></em></h4>
</blockquote>
<p>„Wir haben eigentlich genug Kirchen. Wir wollen etwas neues machen. Wir haben inzwischen ein ganz anderes Bild in Berlin, eine ganz andere Bevölkerungsstruktur: wir müssen die anderen Religionen miteinbeziehen“, antworteten sie. Und sie suchten nach Partnern, ohne genau zu wissen, was sie überhaupt mit diesem Stück Land anfangen sollten. <strong>Es waren nicht die großen Institutionen, sondern kleine Pfarreien oder Bewegungen</strong>, die zusammenkamen und ein Projekt des friedlichen Zusammenlebens entwickelten, das nun im Gange ist. Die Ruinen der letzten Kirche die hier erbaut wurde, werden auch für alle im House of One sichtbar bleiben.</p>
<p><div id="attachment_4049" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4049" loading="lazy" class="wp-image-4049 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-ruina-Fernsehturm-2-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-ruina-Fernsehturm-2-1024x681.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-ruina-Fernsehturm-2-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-ruina-Fernsehturm-2-768x511.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-ruina-Fernsehturm-2.jpg 1733w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4049" class="wp-caption-text">Reste der letzten Kirche die auf dem Petriplatz erbaut wurde, mit dem Fernsehturm im Hintergrund. © Salam Plan</p></div></p>
<h2><span style="color: #008000;">Antisemitismus ist um 20% gestiegen</span></h2>
<p>Das Bundesministerium des Innern hat in dieser Woche die <a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2019/05/pmk-2018.html"><span style="color: #0000ff;">Zahlen der politisch motivierten Kriminalität</span></a> veröffentlicht. Sie umfassen Hassstraftaten, unter denen <strong>antisemitische Fälle </strong>um fast 20% gestiegen sind: 1.800 in 2018. <strong>Islamfeindlichkeit</strong> ging leicht zurück, von 1.075 Straftaten im Jahr 2017 auf 910 im vergangennen Jahr. Auch <strong>Christen</strong> in Deutschland wurden wegen ihres Glaubens angegriffen, wenn auch zu einem viel geringeren Anteil: 121 Straftaten wurden 2018 und 129 im Vorjahr registriert. Diese beiden letzten Arten von Hasskriminalität werden erst seit 2017 gemessen.</p>
<p>Wurde das Team des House of One für ihr Projekt bedroht? Sie haben keine außergewöhnliche Drohungen erfahren, hauptsächlich einige Kommentare auf ihrer Facebookseite, sagt Caliskan. Seine Kollegin Esther Hirsch erklärt, dass die meisten Hassbotschaften dadurch motiviert sind, weil der muslimische Partner des Projektes das Forum Dialog ist, welches zur <strong>Hizmet-Bewegung</strong> gehört, die besser unter dem Namen ihres Leiters, <strong>Fetthullah Gülen</strong>, bekannt ist.</p>
<p>Seit dem Putschversuch gegen <strong>Erdogan</strong> in der Türkei im Jahr 2016 hat seine Regierung eine alle türkischen Bürger verfolgt, die der Bewegung angehören oder Sympathisanten von Gülen sind, da er sie für den Versuch verantwortlich hält und sie für Terroristen hält. Diese Anschuldigungen, die nur in wenigen Fällen vor Gericht gebracht wurden, bedeuteten in Wirklichkeit die Entlassung von Tausenden von Richtern, Anwälten, Professoren und anderen Fachleuten von ihren öffentlichen Ämtern. Die <strong>Türkei</strong> gibt zu, 15.000 Menschen gekündigt zu haben, während <strong>Amnesty International</strong> 130.000 Menschen gezählt hat, aufgrund ihrer Aufforderung zur Rückkehr an ihren Arbeitsplatz, so die Nachrichtenagentur Europa Press.</p>
<p>House of One hält sich von dem fern, was es als <strong>„politisches Problem“</strong> definiert. Andererseits begann das Projekt lange vor dem gescheiterten Putsch. Derzeit ist es die einzige größere Kontroverse, die sie begleitet, und sie glauben nicht, dass ihre interreligiöse Gemeinde in der Mehrheit der Bevölkerung Ablehnung hervorruft. Ihrer Ansicht nach, je offener sie über das Projekt sind, desto besser wird es aufgenommen werden.</p>
<p><div id="attachment_4050" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-4050" loading="lazy" class="wp-image-4050 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-3-Baustelle-2-1024x681.jpg" alt="" width="1024" height="681" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-3-Baustelle-2-1024x681.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-3-Baustelle-2-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-3-Baustelle-2-768x511.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/05/House-of-One-3-Baustelle-2.jpg 1733w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-4050" class="wp-caption-text">Die drei Sprecher der drei Religionen vor dem Baugrundstück des House of One. © Salam Plan</p></div></p>
<h2><span style="color: #008000;">Finanziert durch Crowdfunding und Subventionen</span></h2>
<p>Derzeit haben sie fast <strong>10 Millionen Euro nur durch private Spender</strong> aus der ganzen Welt gesammelt &#8211; „wirklich“, unterstreicht Hirsch, ohne große Spenden von Institutionen oder Organisationen entgegenzunehmen. Diese wurden abgelehnt, um die Neutralität des Projektes zu bewahren.</p>
<p>Weitere 10 Millionen wurden vom <strong>Land Berlin</strong> bereitgestellt und andere 10 vom <strong>Staat</strong>. Noch 10 Millionen mehr brauchen sie, um den Bau vervollständigen zu können und sie erwarten dieses Geld von weiteren kleinen Spenden zu erhalten.</p>
<p>Während sie sich auf die Grundsteinlegung mit einem Countdown auf ihrer <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://house-of-one.org/de">Website</a> </span>freuen, fördern sie ihre Arbeit für ein friedliches Zusammenleben bereits von einem nahe gelegenen Hauptsitz und einem zusätzlichen Büro aus. Unter anderem, bekommen sie Schülerbesuche oder organisieren gemeinsame Feiern; das nächstgeplante offene Treffen ist eine Friedensandacht für die <strong>„Freiheit des Glaubens“, so wie es im Artikel 4 des deutschen Grundgesetzes lautet</strong>, das jetzt 70 Jahre alt ist. Es wird nächsten Dienstag, den 21. Mai, um 17 Uhr stattfinden (für weitere Informationen klicken Sie <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://house-of-one.org/de/veranstaltung/freiheit-des-glaubens">hier</a></span>). Dieses Mal wird es in einer Kirche sein, aber die Veranstaltungen variieren ihren Ort im Moment, so dass sie manchmal in einer Bibliothek, in einer Moschee oder an einem anderen Platz stattfinden, den sie zur Verfügung finden können.</p>
<p>House of One ist kein Projekt für Berlin, auch nicht für die Deutschen. <strong>Es ist ein Projekt für Menschen aus der ganzen Welt.</strong> Und sicher werden nicht nur die Berliner neugierig darauf sein, sondern auch die wachsende Zahl der Touristen, die die deutsche Hauptstadt jedes Jahr besuchen. 2018 brachen sie mit <strong>13,5 Millionen Besuchern</strong> ihren Rekord.</p>
<p>Wer sich schon den Petriplatz ansehen möchte, kann vorerst die Fundamente der zerstörten Kirche beobachten. Aber in ein paar Jahren &#8211; sie wagen es nicht, eine bestimmte Zahl festzulegen &#8211; wird eine anspruchsvolle interreligiöse Gemeinde die <em>Skyline</em> von Berlins Stadtzentrum verändern.</p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Verpassen Sie nicht ein anderes Projekt, das Berlin revolutioniert: eine Moschee, die von einer Imamin geführt wird, die unter Morddrohungen lebt. Folgen Sie Salam Plan &#8211; &#8222;Journalismus gegen Hass&#8220; auf <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/SalamPlan">Twitter</a> </span>und <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity">Facebook</a></span>, um auf dem Laufenden zu bleiben &lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
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		<title>Alicia und Aladdin, die ehrliche Liebesgeschichte einer Katholikin und einem Muslimen</title>
		<link>https://salamplan.com/de/wie-du/valentinstag-alicia-und-aladdin-die-ehrliche-liebesgeschichte-einer-katholikin-und-einem-muslimen/20190214</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2019 12:46:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie Du]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alicia kann nicht aufhören zu lächeln. Aladdin macht Witze und lacht freudig. Sie haben soviel Energie, dass niemand sagen würde es seien erst zehn Tage her, seitdem sie Eltern geworden sind. Amelia schläft friedlich neben ihren Eltern, während sie an einem kalten Januarmorgen in einer Cafeteria von Madrid mit Salam Plan reden. Sie teilen gerne ihre Liebesgeschichte zum Valentinstag mit. &#62;&#62;&#62; Folgen Sie Salam Plan- &#8218;Journalismus gegen Hass&#8216;- auf  Twitter oder Facebook ! Und erhalten Sie mehr Inhalte auf Englisch oder Spanisch&#60;&#60;&#60; Sie werden nur einige Wochen in der spanischen Hauptstadt bleiben, wo sie zur Geburt des Babys gekommen sind, um bei Alicias Familie zu sein. Aber das Paar wohnt in Luxemburg, wo beide im Finanzsektor arbeiten. Hätten sie gedacht,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Alicia kann nicht aufhören zu lächeln. Aladdin macht Witze und lacht freudig. Sie haben soviel Energie, dass niemand sagen würde es seien erst zehn Tage her, seitdem sie Eltern geworden sind. Amelia schläft friedlich neben ihren Eltern, während sie an einem kalten Januarmorgen in einer Cafeteria von <strong>Madrid</strong> mit <a href="http://salamplan.com"><span style="color: #0000ff;">Salam Plan</span></a> reden. Sie teilen gerne ihre Liebesgeschichte zum Valentinstag mit.<span id="more-3095"></span></p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan- &#8218;Journalismus gegen Hass&#8216;- auf  <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> ! Und erhalten Sie mehr Inhalte auf Englisch oder Spanisch&lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p>Sie werden nur einige Wochen in der spanischen Hauptstadt bleiben, wo sie zur Geburt des Babys gekommen sind, um bei Alicias Familie zu sein. Aber das Paar wohnt in <strong>Luxemburg</strong>, wo beide im Finanzsektor arbeiten. Hätten sie gedacht, als sie sich kennengelernt haben, dass es hierzu führen würde: verheiratet, mit einer Tochter und im Großherzogtum?, fragt die Journalistin. Sie schauen sich an und lachen. <strong>Dies ist eine echte Liebesgeschichte auf den ersten Blick</strong>. Obwohl eigentlich geplant war in Marokko zu bleiben, wo sie sich trafen und wo Aladdin herstammt.</p>
<p>Alicia kommt aus Madrid (Spanien) und war in <strong>Casablanca</strong> (Marokko), wo sie ihren Master in Bank- und Finanzmärkten studierte und bald abschliessen würde. Ihre ehemalige Dozentin Maite rief sie eines Tages an und fragte, ob sie etwas zu tun habe, erinnert sich Alicia. Glücklicherweise hatte sie für diesen Abend keine Pläne; sonst wäre sie nicht zum Abendessen gegangen das die Lehrerin für ihre Alumni organisiert hatte und sie hätte Aladdin nicht kennengelernt.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">Alicias ehemalige Dozentin rief sie eines Tages an und fragte, ob sie etwas zu tun habe. Glücklicherweise nicht, denn sonst hätte sie Aladdin nicht kennengelernt</span></em></h4>
</blockquote>
<p>Er war ein ehemaliger Student des ersten Jahres dieses Master-Studiums, den sie sechs Jahre später absolvieren würde. Sobald sie vorgestellt wurden, begann ihre Story. Er wurde von Alicias Lächeln bezaubert&#8230; und von ihrem französischen Akzent, die Sprache die sie miteinander teilen. Sie war fasziniert von der Gelassenheit und Reife eines jungen Mannes, der ihr einen guten Rat gab als sie sich verloren fühlte um sich für ein Praktikum zu entscheiden. „Ich habe ihr geraten, in Marokko zu bleiben“, lacht Aladdin. Er fragte Alicia nach ihrer Telefonnummer und sie haben dann langsam begonnen zusammen auszugehen.</p>
<p>Fast vier Jahre später lachen sie ununterbrochen, wie gute Komplize. Alicia López ist jetzt 29 Jahre alt und Aladdin Bennouna ist 34. Sie ist Katholikin, er ist Muslim.</p>
<p>Während sie sich besser kennenlernten, erinnert sich Alicia daran, dass sie „gern“ über den <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/de/category/abc-des-islams"><strong>Islam</strong></a></span> „fragte, um zu erfahren, womit ich mich einliess“, weil sie keine „Expertin“ der Religion ihres Partners war und sie nicht vertraute was im Internet darüber zu finden war.</p>
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<h4><em><span style="color: #008000;">Er wurde von Alicias Lächeln bezaubert&#8230; und von ihrem französischen Akzent. Sie war fasziniert von der Gelassenheit und Reife eines jungen Mannes, der ihr einen guten Rat gab als sie sich verloren fühlte</span></em></h4>
</blockquote>
<p>„Wir haben uns auch nach und nach in diesem Aspekt kennengelernt. Beide Religionen können sich gegenseitig ergänzen, sie haben Konvergenzpunkte. Ich habe begriffen, dass das Wichtigste das war, was ich für Aladdin empfand, und seine Werte, die sich meine sehr ähneln. Um unser ganzes Leben zusammen zu sein, so Gott will, muss man den eigenen Seelenverwandten finden, und das geschah gerade mit einer Person einer anderen Religion, aus einem anderen Land, aber (ich bin) <strong>überglücklich</strong>“, sagt sie.</p>
<p>„Respekt für die Eltern und dieFamilie“, Solidarität, nicht lügen, an einem Gott als Schöpfer und Beschützer zu glauben &#8230; sind einige der <strong>Werte</strong>, die von ihnen als Gemeinsamkeiten genannt werden. Sie teilen natürlich auch mehr irdische Dinge. Sie lieben es, sich ab und zu ein Abendessen in einem guten Restaurant zu gönnen und gemeinsam zu verreisen. Sie empfehlen <strong>Peru</strong> und <strong>Chile</strong>, Ziele ihrer Flitterwochen.</p>
<blockquote>
<h4><em><span style="color: #008000;">„ Ich habe begriffen, dass das Wichtigste das war, was ich für Aladdin empfand, und seine Werte, die sich meine sehr ähneln“</span></em></h4>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Alicia</span></p>
<h4><em><span style="color: #008000;">„ Ich werde dich nicht ändern. Ich werde dich nicht zwingen, zu meiner Religion zu wechseln, das ist auch nicht der Islam“</span></em></h4>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Aladdin</span></p>
</blockquote>
<p>Aladdin zweifelte nicht an dem Unterschied ihrer Religionen. „Nein, weil ich dich nicht ändern werde. Ich werde dich nicht zwingen, zu meiner Religion zu wechseln, das ist auch nicht der Islam“, erklärt er. „Ich respektiere ihre Religion sehr, wenn sie zu Hause betet oder in die Kirche geht, gehe ich mit ihr, problemlos“. Zuhause betet jeder einzeln und Aladdin liebt es, seine Frau „in der Nähe Gottes“ zu sehen.</p>
<p>Der Heiratsantrag war traditionell, in Anwesenheit beider Familien. „Der <strong>Überraschungseffekt</strong> kam (vorher), als er mich fragte ‚welchen Ring magst du am liebsten?‘“, Lacht Alicia. Zu wissen, warum sie sich treffen würden, machte den Moment nicht weniger emotionsgeladen: „Aladdin hielt eine Rede vor allen und wir haben alle geweint“, erinnert sich seine Frau.</p>
<p><div id="attachment_3102" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-3102" loading="lazy" class="wp-image-3102 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3-1024x1024.jpg" alt="" width="1024" height="1024" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3-1024x1024.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3-150x150.jpg 150w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3-300x300.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3-768x768.jpg 768w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/Boda-Aladin-y-Alicia-collage-3.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-3102" class="wp-caption-text">Fusion der Kulturen in Aladdins und Alicias Hochzeit. Familienfotos</p></div></p>
<p>Alicia erzählt, dass ihre Eltern ihr immer die Freiheit gegeben haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, und sie haben <strong>überhaupt kein Problem</strong> gestellt. „Meine Eltern haben viel in arabischen Ländern gelebt. Mein Vater wurde (auch als Diplomat) in Mauretanien, Senegal, Marokko eingesetzt &#8230; Ich denke, das trägt viel zur Aufgeschlossenheit bei“, sagt sie.</p>
<p>Aladdins Eltern waren auch glücklich mit der Hochzeit. „Und es stimmt: Es gibt einen Unterschied in der Religion, aber in unserer Religion kannst du eine Frau heiraten, die an eine ‚Religion des Himmels‘ glaubt, die keine Atheistin oder Buddhistin ist &#8230; Weil man in der muslimischen Religion auch [gewissermaßen] an den anderen Religionen glauben muss“, erklärt er.</p>
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<h4><span style="color: #008000;">„Der Fehler ist, Politik und Religion zu vermischen. Natürlich müssen sich Migranten an die Gesetze des Landes anpassen. Diese Gesetze sollten auch nicht eine Religion gegenüber einer anderen vorziehen“</span></h4>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Aladdin</span></p>
</blockquote>
<p>Sie heirateten 2017. Die standesamtliche Trauung fand in Spanien statt, und der festlichste Teil in Marokko. Das Hochzeitsfest teilte „den Reichtum der marokkanischen Kultur&#8220; mit den Gästen, sagt Alicia.</p>
<p>Sie glaubt, die <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/de/category/islamfeindlichkeit">Hassrede</a></span> von Parteien wie die spanische <strong>Vox</strong> sein hauptsächlich auf ein „Klima der Instabilität&#8220; in den Grenzgebieten von Marokko und Spanien zurückzuführen, was ihrer Ansicht nach ein schlechtes Management der irregulären Einwanderung darstellt. „Der Fehler ist, <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/seehofer-sagt-jetzt-muslime-gehoeren-selbstverstaendlich-zu-deutschland/20181128">Politik und Religion</a></span> zu vermischen (&#8230;). Natürlich müssen sich Migranten an die Gesetze des Landes anpassen. Diese Gesetze sollten auch nicht eine Religion gegenüber einer anderen vorziehen“, meint Aladdin.</p>
<p>Er spricht gern mit seine Baby-Tochter über Politik, wenn er sie einschläft, weil Singen nicht sein Ding ist, gibt er zu. „Ich sage zu ihr: ‚Mal sehen, worüber willst du reden? <strong>Brexit</strong>?‘“, lacht der Papa. „Manchmal mag sie‘s nicht und wir wechseln das Thema“, lacht er weiter. Schlaflieder bleiben der Mama überlassen.</p>
<blockquote>
<h4><span style="color: #008000;">„Amelia ist Muslimin, aber sie wird in einem Umfeld aufwachsen, in dem niemand sagen wird: ‚Das ist nicht so‘. Es wird eine Atmosphäre des Respekts und Verständnisses der beiden Religionen geben“</span></h4>
</blockquote>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Alicia</span></p>
<p>Die kleine Amelia ist Muslimin, etwas, worüber ihre Eltern bereits gesprochen hatten, als sie beschlossen eine <strong>Familie</strong> zu gründen. Weihnachten und das Opferfest werden jedoch gleichermaßen in ihrem Haus gefeiert werden, weil sie zu den Traditionen und Kulturen seiner Großeltern gehören, erklärt ihre Mutter. „Sie wird in einem internationalen Umfeld aufwachsen, in dem niemand sagen wird: ‚Das ist nicht so‘. Es wird eine Atmosphäre des Respekts und Verständnisses der beiden Religionen geben“, sagt Alicia.</p>
<p>Amelia ist während des gesamten Interviews nicht aufgewacht und auch nicht, als ihre Eltern sie in den Arm genommen haben, um mit ihnen auf einigen Bildern zu erscheinen. Sie ist ruhig während ihre fürsorglichen Eltern sie verzaubert anschauen.</p>
<h4 style="text-align: center;"><span style="color: #008000;"><em>&gt;&gt;&gt; Folgen Sie Salam Plan- &#8218;Journalismus gegen Hass&#8216;- auf  <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://twitter.com/salamplan">Twitter</a></span> oder <span style="color: #0000ff;"><a style="color: #0000ff;" href="https://www.facebook.com/SalamPlanCommunity/">Facebook</a></span> ! Und erhalten Sie mehr Inhalte auf Englisch oder Spanisch&lt;&lt;&lt;</em></span></h4>
<p><div id="attachment_3103" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-3103" loading="lazy" class="wp-image-3103 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/cierre-3-1024x697.jpg" alt="" width="1024" height="697" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/cierre-3-1024x697.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/cierre-3-300x204.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2019/02/cierre-3-768x523.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-3103" class="wp-caption-text">Alicia und Aladdin spazieren durch Madrid mit Amelia. © Salam Plan</p></div></p>
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		<title>So feiern Europäische Muslime den Ramadan: viel mehr als fasten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jun 2018 21:54:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ABC des Islams]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Großbritannien bis Spanien erzählen europäische Bürger, wie sie ihren heiligen Monat feiern. Elisa will ihren Nachnamen in dieser Geschichte lieber nicht veröffentlichen lassen. Vor sieben Jahren konvertierte sie zum Islam und betrachtet es als &#8222;eine zusätzliche Herausforderung&#8220; eine Muslimin spanischer Eltern zu sein, &#8222;weil es nicht üblich ist&#8220;. &#8222;Das Klischee ist auf beiden Seiten sehr präsent: sowohl auf muslimischer als auch auf nichtmuslimischer Seite&#8220;, sagt die 39-jährige Lehrerin. Festliche Dekoration füllt in diesen Tagen die Straßen der Länder mit muslimischer Mehrheit, denn Ramadan ist &#8211; vor allem &#8211; eine Feier, eine die am Moment erinnern soll wann laut dem Islam der Koran Mohammed offenbart wurde. In der Tat, am Ende dieses Mondmonats &#8211; was an diesem Donnerstag gefeiert wird-...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Großbritannien bis Spanien erzählen europäische Bürger, wie sie ihren heiligen Monat feiern.</p>
<p><span id="more-1311"></span></p>
<p>Elisa will ihren Nachnamen in dieser Geschichte lieber nicht veröffentlichen lassen. Vor sieben Jahren konvertierte sie zum Islam und betrachtet es als &#8222;eine zusätzliche Herausforderung&#8220; eine Muslimin spanischer Eltern zu sein, &#8222;weil es nicht üblich ist&#8220;. <strong>&#8222;Das Klischee ist auf beiden Seiten sehr präsent: sowohl auf muslimischer als auch auf nichtmuslimischer Seite&#8220;</strong>, sagt die 39-jährige Lehrerin.</p>
<p>Festliche Dekoration füllt in diesen Tagen die Straßen der Länder mit muslimischer Mehrheit, denn Ramadan ist &#8211; vor allem &#8211; eine Feier, eine die am Moment erinnern soll wann laut dem Islam der Koran Mohammed offenbart wurde. In der Tat, am Ende dieses Mondmonats &#8211; was an diesem Donnerstag gefeiert wird- findet <strong>eine Bescherung bei der <em>Eid al-Fitr</em>-Feier</strong> statt.</p>
<p>In Europa ist es jedoch schwierig, einen Ort zu finden, an dem öffentliche Orte für <a href="http://www.pewresearch.org/fact-tank/2017/11/29/5-facts-about-the-muslim-population-in-europe/">5% ihrer Bevölkerung</a> irgendein Feierzeichen für diesen Monat zeigen. Eine dieser Ecken befindet sich in <strong>Ceuta (Spanien)</strong>. In den Straßen dieser Stadt wird eine <a href="https://elfarodeceuta.es/encendido-luces-ramadan-ceuta-noche-miercoles/">spezielle Straßenbeleuchtung</a> installiert, um der muslimischen Bevölkerung den Ramadan zu beglückwünschen.</p>
<p>Die Anwältin und Stadträtin aus Ceuta, <strong>Fatima Hamed Hossain</strong> (40), sagt, dass sie die Atmosphäre in ihrer Stadt zu dieser Jahreszeit am liebsten mag. &#8222;Glücklicherweise fördert die Tatsache, dass fast die Hälfte der Spanier hier im Ramadan fasten, Interaktion, Koexistenz und gegenseitiges Kennenlernen&#8220;.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Der Gemeinschaftsgeist gefällt mir am Ramadan am besten. Es ist wie ein monatelanges Festival &#8222;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8211; Tez Ilyas, Komiker</span></p>
</blockquote>
<p>Der &#8222;Gemeinschaftsgeist&#8220; ist es auch, was der britische Stand-up-Comedian <strong>Tez Ilyas</strong> (35) am Ramadan am meisten mag. &#8222;Es ist wie ein monatelanges Festival&#8220;, lächelt er. Obwohl dieser Monat der jetzt endet den Nichtmuslimen normalerweise als Fastenmonat bekannt ist, ist für die Muslime, mit denen <a href="http://salamplan.com/de">Salam Plan</a> gesprochen hat, dieser Aspekt am wenigsten wichtig.</p>
<p>Muslimische Gemeinschaften organisieren Aktivitäten wie eine Fußballtournier oder lange Spaziergänge in der spanischen Stadt Melilla. Sie treffen sich oft auch bei <strong>gemeinsamen Abendessen zur Feier des <em>Iftar</em>, wenn sie bei Sonnenuntergang das Fasten brechen</strong>. Manchmal sind diese Treffen sogar interreligiös, um den Dialog zu fördern, wie sie Arco Forum und Casa Turca (&#8222;Türkisches Haus&#8220;) seit sechs Jahren in Madrid organisieren. Oder wie &#8222;The Big Iftar&#8220;, das diese Woche zum ersten Mal im britischen Parlament stattfand.</p>
<p>Das ist so, weil Ramadan auch &#8222;Momente des Austauschs und der Brüderlichkeit&#8220; teilen soll, erklärt <strong>Iaad Ben Diah</strong> (26). Er stammt aus <strong>Toulouse</strong> (Frankreich), lebt aber seit drei Jahren in Paris. Er studiert für einen Doktor in Mathematik und leitet den <strong>Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs (EMF)</strong>. Er versichert, dass er weder in seiner Stadt noch in der französischen Hauptstadt jemals ein Problem hatte, den Ramadan zu feiern, trotz der wachsenden Islamophobie und der vielen Unterstützer, die <strong>Marine Le Pen</strong> im Land erntet.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Ich lebe sehr gut als französischer Staatsbürger muslimischen Glaubens. Frau Le Pen hat wirklich keinen Einfluss auf mein tägliches Privatleben&#8220;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Iaad Ben Diah, Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs</span></p>
</blockquote>
<p>&#8222;Da ist das Frankreich der Medien und das Frankreich vor Ort. Ich lebe sehr gut als französischer Staatsbürger muslimischen Glaubens (&#8230;). Frankreich ist ein Land der Freiheit und Toleranz, in dem jeder seinen Glauben und seine religiösen Feste mit aller Ruhe erleben kann &#8222;, argumentiert er. &#8222;Frau Le Pen hat wirklich keinen Einfluss auf mein tägliches Privatleben&#8220;.</p>
<p><strong>Asif Arif</strong> (30), ein Pariser Anwalt und regelmäßiger Mitarbeiter verschiedener französischer Medien, stimmt zu: &#8222;Nicht jeder in der <em>Außenwelt</em> versteht den Geist des Ramadans. Der schwierigste Teil ist auch der Medienstreit um den Islam. Aber wir leben in Frankreich, einem freien Land, in dem die Menschen einander respektieren und verstehen, dass wir zusammen leben müssen. &#8220;</p>
<h2><span style="color: #008000;">Ein flexibler Arbeitszeitplan wird geschätzt, nichts mehr wird benötigt</span></h2>
<p>Tez ist ein Komiker, der sich über seine eigenen Umstände als britischer Muslim und die Vorurteile gegenüber denen, die sich zum Islam bekennen, lustig macht. &#8222;Für diejenigen unter Ihnen, die nicht so viel über uns wissen, könnten Sie uns aus solchen Hass-Fernsehshows wie die Nachrichten erkennen&#8220;, sagte er <a href="https://www.facebook.com/tezilyas/videos/1562748963753713/">in einer seiner Shows</a> auf der BBC.</p>
<p>Aber er erwähnt keine schlechten Erfahrungen, wenn er Salam Plans Fragen über Ramadan in Großbritannien beantwortet, bei der Arbeit auch nicht. &#8222;Meiner Erfahrung nach, sind Arbeitgeber in der Regel sehr hilfsbereit&#8220;, sagt er. Seiner Meinung nach sollte es mit einem flexiblen Zeitplan für diesen Monat ausreichen.</p>
<p>&#8222;Ich würde später anfangen und eine kürzere Mittagspause zum Make-up machen; und vielleicht ein bisschen Gewissenhaftigkeit in Bezug auf Essen und Wasser in der Nähe von Schreibtischen haben&#8220;, schlägt er vor.</p>
<p>Die Anwältin von Ceuta, Fatima, hat in diesen Tagen Schwierigkeiten, auf den Wecker zu achten und nutzt deshalb die Mittagszeit, um ein <strong>&#8222;kleines Nickerchen&#8220;</strong> zu machen. Sie nimmt auch &#8222;kaum&#8220; Schwierigkeiten in ihrem Arbeitsumfeld für Muslime wahr um ihren Monat gemeinsamer Spiritualität zu feiern. Fatima arbeitet selbstständig und kann sich selbst organisieren, hat aber auch für Angestellte Arbeiter keine Probleme festgestellt.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">&#8222;Was in der Regel in verschiedenen Unternehmen geschieht, sind Schichtwechsel, Ferienzeiten usw., um anderen Kollegen die Arbeit zu erleichtern. Das gleiche geschieht zu Weihnachten &#8222;</span></em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Fatima H. ​​Hossain, Rechtsanwältin und Stadträtin</span></p>
</blockquote>
<p>&#8222;Was in der Regel in verschiedenen Unternehmen geschieht, sind Schichtwechsel, Ferienzeiten etc., um anderen Kollegen die Arbeit zu erleichtern. Dasselbe geschieht zum Beispiel zu Weihnachten, wo diejenigen die nicht feiern, versuchen unsere Kollegen zu decken, die das tun &#8222;, erklärt sie.</p>
<p>Elisa stimmt zu, dass ihr üblicher Zeitplan der Hauptunterschied während des Ramadan ist. &#8222;Wir stehen früh auf, also versuche ich mich nachmittags ein bisschen auszuruhen, da es auch viele Stunden Licht gibt.&#8220; Als Lehrerin erlaubt es ihre Arbeit nicht, irgendetwas an ihrem Zeitplan zu ändern, aber sie kann dies in einem anderen praktischen Aspekt ausgleichen: ​​&#8220;Ich muss viel reden und ich kann meine Kehle nicht auffrischen, wie ich es normalerweise tue, also muss ich vermeiden, mich zu verschleißen&#8220;.</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #008000;">&#8222;Neugierige und unvoreingenommene Gespräche sind eine Bereicherung und helfen, neue Perspektiven kennenzulernen, ganz gleich ob man am Ende gleicher Meinung ist oder nicht&#8220;</span></em></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Naima Niazy, wissenschaftliche Postdoc Mitarbeiterin</span></p>
</blockquote>
<p>In <strong>Deutschland</strong> kann es <strong>Naima Niazy</strong> (28) nicht anders, als sich über dem Kommentar eines Kollegens zu ärgern, der jedes Jahr erneut fragt, ob das Fasten auch nicht trinken zulässt. Diese Frage und die in verschiedenen Stadien der Penetranz zur Schau gestelltes Unverständnis ist so häufig, das man manchmal das Bedürfnis hat, sich einfach ein T-Shirt zu drucken &#8222;Ja, auch nicht trinken&#8220;, gibt sie zu.</p>
<p>Diese wissenschaftliche Postdoc Mitarbeiterin im Fachbereich Molekulare Biomedizin räumt gleichzeitig ein, dass sie <strong>am Ramadan in Deutschland am besten das Interesse von Nicht-Muslimen mag</strong>: &#8222;Menschen, die selbst keinen persönlichen Bezug zu Ramadan haben, sich entsprechende Informationen merken und berücksichtigen, einfach weil sie mich mögen (&#8230;). Neugierige und unvoreingenommene Gespräche sind eine Bereicherung und helfen, neue Perspektiven kennenzulernen, ganz gleich ob man am Ende gleicher Meinung ist oder nicht&#8220;.</p>
<blockquote><p><span style="color: #008000;"><em>&#8222;Mein Fasten sollte meine Mitarbeiter oder mein Universitätsleben überhaupt nicht bedingen&#8220;</em></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #008000;">&#8212; Iaad Ben Diah, Verband der Muslimischen Studenten Frankreichs</span></p>
</blockquote>
<p>Iaad, der Vertreter der muslimischen Studenten Frankreichs, versichert, dass &#8222;diejenigen, die während des Ramadan fasten, ein völlig normales Leben führen. Mein Fasten sollte meine Mitarbeiter oder mein Universitätsleben überhaupt nicht bedingen&#8220;.</p>
<p>Asif, der Pariser Anwalt, sagt, dass er an diesem Monat immer versucht bei der Arbeit &#8222;ruhiger&#8220; zu sein und &#8222;die Nerven zu mildern&#8220;; dies sei Teil des &#8222;Versuchs, sich im Ramadan zu mehr Spiritualität zu entwickeln&#8220;.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Kein Ärger und andere Top-Ziele im Ramadan</span></h2>
<p>&#8222;Ich genieße tatsächlich den Hunger und den Durst. Es erinnert mich daran, wie glücklich ich bin, dass ich in einem Teil der Welt lebe, in dem ich generell essen kann, was ich will wann immer ich will&#8220;, behauptet Tez, der Brite. &#8222;Es ist eine wirklich besondere Zeit, in der jeder in die gleiche Richtung zielt, um ein besserer Mensch zu sein.&#8220;</p>
<p>Elisa betont, dass &#8222;<strong>Fasten eine ganze Einstellung mit sich bringt</strong>, die über das Beenden von Essen und Trinken hinausgeht&#8220;. Dazu gehört zum Beispiel, &#8222;sich nicht ärgern zu lassen oder schlecht zu reden; es ist immer so, aber während dieser Zeit, mit noch mehr&#8220;, sagt die Spanierin.</p>
<p>Diese positive Einstellung hindert Naima daran, ihren Wunsch zu erfüllen, das erwähnte T-Shirt auszudrucken. Sie glaubt, dass dieser andere Aspekt des Ramadans oft nicht die notwendige Bedeutung erlangt: <strong>weder wütend zu werden, noch andere zu belästigen oder &#8222;unsinnigen Diskussionen&#8220;</strong> zu führen. &#8222;Jeder sagt mal Dinge, die nicht besonders nett sind oder macht Bemerkungen, die unnötig gewesen wären, tauscht mit Kollegen den neusten Tratsch aus. Das geht irgendwann im Alltag in Gewohnheit über und bringt ja auch keinen um, sodass es etwas ist, das man sich immer wieder bewusst machen und an dem man bewusst arbeiten muss&#8220;, meint sie.</p>
<p><div id="attachment_1320" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><img aria-describedby="caption-attachment-1320" loading="lazy" class="wp-image-1320 size-large" src="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-1024x682.jpg" alt="" width="1024" height="682" srcset="https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-1024x682.jpg 1024w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-300x200.jpg 300w, https://salamplan.com/wp-content/uploads/2018/06/Iftar-interreligioso-e-intercultural-en-Madrid-3-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-1320" class="wp-caption-text">Interreligiöser Iftar von Arco Forum in Madrid im Juni 2018. © Salam Plan</p></div></p>
<p>Ein weiterer Grundsatz am Ramadan ist es, den Bedürftigen zu helfen. Der britische Komiker sagt, &#8222;es ist auch ein Monat, in dem wir wirklich an Wohltätigkeit denken: wir Muslime buddeln in diesem Monat wirklich tief in unsere Taschen, um denen mit weniger Glück als uns zu helfen.&#8220; Naima weist darauf hin, dass Nächstenliebe auch darin bestehen kann, Bekannten oder Nachbarn zu helfen, oder &#8222;einfach Anderen ein Lächeln zu schenken&#8220;.</p>
<p>Asif glaubt, dass dies der unbekannteste Aspekt des Ramadans unter den Nicht-Muslimen ist. Er erklärt auch, dass es nicht nur darum geht, materielle Aspekte mit anderen zu teilen. Es gehe auch darum zu <strong>&#8222;debattieren und gemeinsam besser werden&#8220;</strong>. Für ihn hat dieser Monat eine wichtige &#8222;Dimension der Freiheit, Wahl und Altruismus&#8220;.</p>
<h2><span style="color: #008000;">Es ist keine Folter, aber dies fällt am schwersten</span></h2>
<p>&#8222;Ramadan ist kein unüberwindbarer Test, der darin besteht, auf Essen und Trinken zu verzichten&#8220;, betont Iaad. Es dient dazu, &#8222;sich mit dem Wesentlichen (&#8230;), der Frömmigkeit&#8220; gegenüber Gott zu verbinden. Deswegen geht er jede Nacht in die Moschee und der Tag endet gewöhnlich gegen 1 Uhr nachts, sagt er lächelnd.</p>
<p>Die wenigen Stunden Schlaf sind ein Aspekt, der von den Muslimen wiederholt wird, die an dieser Geschichte teilnehmen; genauso viel oder mehr als der Mangel an Essen und Trinken während des Tages. Und wenn der Ramadan im Sommer fällt, <strong>verlangen die kurzen europäischen Nächte manchmal ein 19 Stunden langes Fasten</strong>, betont Tez.</p>
<p>&#8222;Das nächtliche Gebet (<em>Tarawee</em>) in der Moschee&#8220; ist das Schwerste für ihn. Im Laufe des Monats der jetzt endet, betet der Imam den gesamten Koran in der Gemeinde. Es ist anstrengend und dauert jede Nacht etwa eine Stunde&#8220;, erklärt er. Am nächsten Tag müssen die muslimischen Gläubigen aufstehen, bevor die ersten Sonnenstrahlen erscheinen, so dass sie noch essen können und das erste der fünf Gebete des Tages erfüllen. <strong>Manche Leute gehen wieder ins Bett, andere fühlen sich zu satt zum Schlafen</strong>.</p>
<h4 style="text-align: center;"><em><span style="color: #008000;">&gt;&gt;&gt; Vielleicht möchten Sie auch lesen: <a href="https://salamplan.com/de/islamophobie/muslimin-und-feministin-diese-frauen-zeigen-dass-moeglich-ist/20180308">Muslimin und Feministin? Diese Frauen zeigen, dass es möglich ist</a> &lt;&lt;&lt;</span></em></h4>
<p>Die Einsamkeit während des Abendessens ist für Naima diese Tage am schwierigsten, da es normalerweise eine Zeit ist, gesellig zu feiern, entweder mit der Familie oder mit anderen Menschen. Sie wohn alleine, und obwohl sie gesteht, dass sie sich mit anderen Gläubigen in einer Moschee zum <em>Iftar</em> treffen könnte, will sie es nicht tun. Die Familie fehlt ihr.</p>
<p>Für Elisa, die spanische Lehrerin, ist das Schwierigste Teil über den Ramadan in Europa zu feiern, dass &#8222;der übliche Arbeits- und Gesellschaftskalender fortgeht und manchmal nicht einfach zu kombinieren ist&#8220;. <strong>Gleichzeitig betont sie aber, dass sie diesen Monat &#8222;mit viel Freiheit genießt&#8220;</strong>. Sie fügt hinzu: Ramadan &#8222;erzeugt eine immense Freude; er ist keine Folter. &#8220;</p>
<p>Für alle diese europäischen Bürger ist der Ramadan eine Gelegenheit, mehr Zeit für ihren Glauben und ihre Beziehung zu Gott zu verwenden; ebenfalls sich zu bemühen, ein besserer Mensch zu werden und mehr Zeit gemeinschaftlich zu verbringen. Die Essenz scheint sich nicht so sehr von der Bedeutung christlicher Feste wie Ostern oder Weihnachten zu unterscheiden. Muslime glauben übrigens auch an Jesus als &#8222;Gesandten&#8220; Gottes.</p>
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		<title>Das erste Baby des Jahres in Wien wird zum staatlichen Thema&#8230; weil es Muslim ist</title>
		<link>https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/das-erste-baby-des-jahres-in-wien-wird-zum-staatlichen-thema-weil-es-muslim-ist/20180111</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Maria Torrens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jan 2018 20:25:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Van der Bellen]]></category>
		<category><![CDATA[Cáritas]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Schönborn]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz-Christian Strache]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
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		<category><![CDATA[Klaus Schwertner]]></category>
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		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Asel war das erste Baby des Jahres in Wien. Der Hass gegen ihr und ihren Eltern in den sozialen Netzwerken stieg so schnell, dass sogar der Bundespräsident Österreichs und der Kardinal der Hauptstadt für sie öffentlich eintreten mussten. Der Bundeskanzler aber hält Abstand. Das Baby wurde um 00:47 Uhr am 1. Januar 2018 in der österreichischen Hauptstadt geboren, maß 51 Centimeter und wog 3.460 Gramm, berichteten lokale Medien, die die Nachrichten mit einem Bild von ihr mit ihren Eltern veröffentlichten. Die glückliche Mutter, Naime, posierte mit einem Kopftuch, ohne zu vermuten, was auf sie zukam, wie sie in einem späteren Interview auf OE24 erkannte. Zusammen mit den guten Wünschen für die Familie begannen sich feindselige Kommentare gegen die Familie in...</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/das-erste-baby-des-jahres-in-wien-wird-zum-staatlichen-thema-weil-es-muslim-ist/20180111">Das erste Baby des Jahres in Wien wird zum staatlichen Thema&#8230; weil es Muslim ist</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Asel war das erste Baby des Jahres in Wien. Der Hass gegen ihr und ihren Eltern in den sozialen Netzwerken stieg so schnell, dass sogar der Bundespräsident Österreichs und der Kardinal der Hauptstadt für sie öffentlich eintreten mussten. Der Bundeskanzler aber hält Abstand.<span id="more-521"></span></p>
<p>Das Baby wurde um 00:47 Uhr am 1. Januar 2018 in der österreichischen Hauptstadt geboren, maß 51 Centimeter und wog 3.460 Gramm, berichteten lokale Medien, die die Nachrichten mit einem Bild von ihr mit ihren Eltern veröffentlichten. Die glückliche Mutter, Naime, posierte mit einem <strong>Kopftuch</strong>, ohne zu vermuten, was auf sie zukam, wie sie in einem späteren <a href="http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Baby-Hassopfer-Jetzt-spricht-die-Mutter/315618243">Interview</a> auf OE24 erkannte.</p>
<p>Zusammen mit den guten Wünschen für die Familie begannen sich feindselige Kommentare gegen die Familie in den sozialen Netzwerken anzusammeln, weil sie Muslime sind. &#8222;Hat diese Frau Krebs oder warum trägt sie ein Kopftuch?&#8220; oder &#8222;der nächste Terrorist ist geboren&#8220; sind ein Beispiel für die <strong>Hassbotschaften</strong>, die laut den österreichischen Medien hinterlassen wurden. <a href="https://www.facebook.com/heute/posts/10155945256599402"><em>Heute</em></a> musste einen Kommentar auf ihrem Facebook-Account schreiben, um die Beleidigungen zu stoppen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #008000;">[Sie könnten auch an diesem Artikel interessiert sein:<em> <a href="https://salamplan.com/en/terrorism/islam-qa-the-true-meaning-of-jihad-and-how-isis-so-called-islamic-state-fails-to-accomplish-it-step-by-step/20171014">Die echte Bedeutung von ,Jihad&#8216; und warum die Terroristen sie nicht ausüben</a></em>]</span></strong></p>
<p><strong>Caritas</strong> Generalsekretär Österreichs, <strong>Klaus Schwertner</strong>, reagierte als erste öffentliche Person auf die Welle der Beleidigungen. Er veröffentlichte einen Post auf Facebook, um Asel willkommen zu heißen und einen virtuellen <em>Blumenregen</em> für die Familie unter dem <em>Hashtag</em> <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10155602315744807&amp;set=a.76312384806.77224.745609806&amp;type=3&amp;theater"><strong>#flowerrain</strong></a> vorzuschlagen. Das soziale Netzwerk löschte es, was schnell wieder korrigiert werden musste nachdem Schwertner das an die Öffentlichkeit brachte.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fklaus.schwertner%2Fposts%2F10155606708529807&amp;width=500" width="500" height="760" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>Andere pazifistische Organisationen und Juristen haben auch Beleidigungen aus religiösen Gründen angeprangert. Der <strong>Kardinal von Wien, Christoph Schönborn</strong>, ist auch zur Verteidigung der kleinen Asel und ihrer Eltern öffentlich vorgekommen. &#8222;Jedes Kind ist ein Zeichen der Hoffnung! Herzlich willkommen und Gottes Segen, liebe Asel&#8220;, veröffentlichte er auf seiner Facebookseite am 6. Januar.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FKardinalWien%2Fposts%2F1662231980503127&amp;width=500" width="500" height="429" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>Selbst der Bundespräsident, <strong>Alexander Van der Bellen</strong> (Die Grünen), wollte seine Position in demselben sozialen Netzwerk deutlich machen, wo viele die muslimische Familie angegriffen haben: &#8222;&#8218;Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.&#8216; Zuversicht und Zusammenhalt sind größer als Hass und Hetze. Herzlich willkommen, liebe Asel!&#8220;, schrieb er.</p>
<div align="center"><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Falexandervanderbellen%2Fposts%2F1787209537990747&amp;width=500" width="500" height="441" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></div>
<p>In Österreich wurde gerade die Koalitionsregierung unter dem Bundeskanzler <strong>Sebastian Kurz </strong>(ÖVP), der sich mit dem ultrakonservativen <strong>Heinz-Christian Strache</strong> (FPÖ) abgesprochen hat, verabschiedet. Obwohl das Alarm international wegen der Rückkehr der ultrakonservativen an die Macht explodierten (sie hatten bereits zuvor an einer Regierungskoalition teilgenommen), sind die islamophobischen Ideen von Strache nicht so weit von der von Kurz entfernt, <a href="https://salamplan.com/de/islamophobie/oesterreich-nationalratswahl-parlamentswahl-was-die-spitzenkandidaten-ueber-islam-meinen-kurz-strache-kern/20171015">wie Salam Plan vor Kurzem darauf hinwies</a>. In der Tat ist keiner von beiden bisher öffentlich für Asel und ihre Familie eingetreten.</p>
<p>Trotz der starken Beleidigungen und Hassäusserungen versicherte Naime OE24, dass weder sie noch ihr Ehemann, Alper, traurig waren, sondern dass sie auf ihre Tochter konzentriert waren. Sie waren aber sehr dankbar für die tausenden Beglückwünsche und liebe Worte die sie dank dem <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10155602315744807&amp;set=a.76312384806.77224.745609806&amp;type=3&amp;theater">#flowerrain</a> erhalten haben.</p>
<p>La entrada <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de/islamfeindlichkeit/das-erste-baby-des-jahres-in-wien-wird-zum-staatlichen-thema-weil-es-muslim-ist/20180111">Das erste Baby des Jahres in Wien wird zum staatlichen Thema&#8230; weil es Muslim ist</a> se publicó primero en <a rel="nofollow" href="https://salamplan.com/de">Salam  Plan</a>.</p>
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